„Mein Körper gehört mir“ – ein Theaterprojekt an der RvGS

Unter dem Motto „Schweres leicht gesagt“ besuchten Simon und Anette von der theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück die 3. und 4. Klassen der RvGS. An drei Terminen, jeweils im Abstand von einer Woche, präsentierten sie ihr dreiteiliges Präventionsprogramm „Mein Körper gehört mir“, dass sich mit persönlichen Grenzen beschäftigt. Grenzen, die niemand überschreiten darf.

In einem lebendigen Zusammenspiel aus Theaterszenen und Gesprächen sprachen sie mit den Kindern über das Thema sexuelle Gewalt. Ziel war es, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, was sexuelle Gewalt überhaupt bedeutet, die Schüler zu stärken und ihnen klare Handlungsstrategien an die Hand zu geben. Eine zentrale Botschaft lautete dabei: „Was kann ich tun, wenn jemand meine körperlichen Grenzen verletzt? Und wo bekomme ich Hilfe?“

Wichtig war vor allem der Satz: „Wenn du ein Nein-Gefühl hast, geh zu jemandem und erzähl davon!“

Die Kinder lernten außerdem einen fröhlichen „Körper-Song“ mit passenden Bewegungen, der für viel Spaß sorgte. Zum Abschluss erhielt jedes Kind eine Visitenkarte mit der „Nummer gegen Kummer“. Die Kinder wurden ermutigt, diese Nummer auch einmal auszuprobieren, etwas, das mit der Beratungsstelle ausdrücklich abgesprochen ist. Ein Schüler wagte den Schritt tatsächlich und berichtete anschließend seiner Klasse von der positiven Erfahrung.

Die drei Wochen waren für alle Beteiligten spannend, wertvoll und sehr lehrreich. Ein begleitender Elternabend, sowie Schulungen für die Lehrkräfte rundeten das Angebot ab, sodass Erwachsene lernen, sensibel auf die Signale der Kinder zu reagieren. Wir danken der Sparkassen-Stiftung für die Finanzierung dieses wirklich wichtigen Präventionsprojektes.

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