Besuch der Polizeistation in Erbach

Nachdem uns der Polizeischutz des Kultusministers vergangenen Sommer erzählte, dass Schulklassen die Polizeistation in Erbach besuchen können, machten wir natürlich gleich einen Termin aus. Im April war es dann soweit: Ganz aufgeregt  fuhren wir mit dem Linienbus nach Erbach. Dort angekommen, liefen wir flotten Schrittes zum Eingang und sofort wurde es manchen Kindern mulmig:  Anmelden mussten wir uns durch eine Glasscheibe und überall hingen Fandungsfotos. Auf denen waren die Gesichter der Verbrecher  zu sehen und auch was sie getan haben. Lange mussten wir aber nicht warten. Frau Wenthaus holte uns ab und führte uns in den obersten Stock der Polizeistation in einen großen Raum.

Dort bekamen wir die Ausrüstung eines Polizisten erklärt und gezeigt. Anprobieren durften wir auch alles. Das war großartig. Manchen passte die Ausrüstung schon richtig gut.

Nie hätten wir gedacht, wie schwer das alles ist. Der Helm, die schusssichere Weste, der Schlagstock, das Spray, die Handschellen, die Waffe, usw. Uns wurde schnell klar: Wenn man das alles bei großer Hitze tragen muss und im schlimmsten Fall auch noch damit rennen soll, dann ist das sehr anstrengend. Deswegen muss man als Polizist auch fit sein und viel Sport machen. Danach bekamen wir eine Einführung in die Spurenarbeit. Wir durften beobachten wie Fingerabdrücke gesichert werden und unseren eigenen Fingerabdruck mit nach Hause nehmen.  

Anschließend gingen wir in die Zentrale. Dort stehen ganz viele Bildschirme, Fernseher, Computer und Telefone. Dort läuft alles zusammen. Auf kleinen Monitoren konnten wir die Zellen sehen. In Erbach gibt es 5 Zellen, in denen Tatverdächtige untergebracht werden können. Da diese gerade leer waren, durften wir sie uns von innen ansehen. Und dabei wurde wieder ein paar Kindern ganz komisch zumute. Die Zellen sind komplett gefliest, haben keine Fenster und die Toilette roch auch nicht besonders gut. Das war schon sehr beklemmend und selbst die vorlauten Jungs wurden ganz leise.

Beeindruckt verließen wir die Polizeistation. Die Gespräche im Bus und anschließend im Schulgarten ergaben, dass man dann doch besser nichts anstellen sollte, um nicht am Ende in so einer Zelle zu landen. Man könne sich ja noch so klug verhalten, die Spurensicherung kommt einem ganz am Ende ja doch auf die Schliche. Andere haben nach diesem Morgen beschlossen später mal bei der Polizei zu arbeiten.

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei Frau Wenthaus und allen Beteiligten für den tollen und spannenden Vormittag bedanken. Es hat uns ganz viel Spaß gemacht.