Vorlesestunde an der RVGS mit Rüdiger Holschuh

Am 17. November 2017 war bundesweiter Vorlesetag. In ganz Deutschland wurde vorgelesen. Auch bei uns an der kleinen RvGS. Wir bekamen Besuch vom Landtagsabgeordneten Rüdiger Holschuh. Er brachte ein Buch mit, dass wir uns vorher extra dafür ausgesucht haben: „Alle nannten ihn Tomate“.

In diesem Buch geht es um einen einsamen Mann mit einer dicken roten Nase, der von allen Tomate genannt wird. Als in der Stadt Verbrechen geschehen, wird er sofort verdächtigt und gejagt ... Vorurteile hat jeder. Aber wie wir damit umgehen macht den entscheidenden Unterschied.

Herr Holschuh erklärte, warum er das Vorlesen und Lesen so wichtig findet: Weil es Spaß macht, man viel lernen kann,  es die Fantasie anregt  und man es sein ganzes Leben brauchen wird.

Bevor Herr Holschuh aber zum Vorlesen kam, mussten wichtige Fragen geklärt werden. So interessierte die Kinder wo er wohnt, wie groß er ist, ob er Haustiere hat und wie die so sind. Bei der Frage wo er zur Schule gegangen ist, stellte ein Schüler fest, dass seine Mutter mit ihm in einer Klasse war. Anschließend machten es sich die Kinder bequem und es ging los. Alle lauschten ganz gespannt der Geschichte. Unterbrochen wurde diese durch das Hupen des Bäckerwagens Riesinger, der jeden Freitag vor dem Schultor hält. Also: Alle raus, Frühstück kaufen! Auch Herr Holschuh wurde mitgenommen – zwei Stück Kuchen kaufte er sich, wie ein Schüler aufmerksam beobachtete.

Wieder zurück im Klassenraum wurde gleich weiter gelesen. Während die Kinder leise ihr Frühstück aßen, las Herr Holschuh das Buch fertig. Viele Kinder waren sehr betroffen vom Schicksal des Mannes, den alle Tomate nannten und bezeichneten die Art wie mit ihm umgegangen wurde als fies. Es wurden alternative Vorgehensweisen gesucht und gefunden.

Leider ging die Zeit viel zu schnell vorbei. Die Kinder der RvGS möchten sich ganz herzlich dafür bedanken, dass sich Herr Holschuh Zeit für sie genommen hat.