Polizeiprojekt Sicher ohne Gewalt

An einem Projekttag in der Woche vor den Osterferien haben wir  Kinder der RvGS viel darüber gelernt, wie wir uns selbst schützen können. Polizeioberkommissarin Wagner und Polizeikommissar Ihrig sprachen mit uns am Vormittag über die verschiedenen Formen der Gewalt. Nur wenn man Gewalt einordnen und benennen kann, kann man auch darüber sprechen. In selbst erarbeiteten Rollenspielen durften wir uns in Situationen einfühlen, die sowohl offensichtliche, als auch weniger offensichtliche Gewalt beinhalteten. Gleichzeitig suchten wir gemeinsam nach möglichen Lösungen. Wir übten laut „Nein“ und „Hilfe“ zu schreien – gar nicht so einfach, wie viele von uns feststellten. Unsere Wohlfühlzone lernten wir kennen und erprobten diese. Auf unser Bauchgefühl sollen wir hören. Frau Wagner sagte, dass wir Kinder das oft noch haben, während Erwachsene ihm im Laufe des Lebens zunehmend weniger Beachtung schenken und es am Ende ganz verlieren.

Es gab viel zu besprechen: Wie verhalte ich mich, wenn ich von Fremden angesprochen werde? Wie kann ich anderen in Not helfen, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen? Wie setze ich einen Notruf ab? Wie verhalte ich mich, wenn mir psychische Gewalt z.B. in WhatsApp begegnet? Was sollte ich mir als Zeuge einprägen?

Ein weiteres wesentliches Thema war das Verhalten am fahrenden Auto: Welche Verhaltensweisen schützen mich? Im Grunde sind es drei Punkte: Einen Abstand von mindestens zwei Armlängen zum Auto einhalten, dem Fahrer in einem kurzen Satz deutlich zu verstehen geben, dass ich keinen Kontakt möchte und immer gegen die Fahrtrichtung des Autos weg bewegen. Auch das wurde in einer Realsituation erprobt. Mindestens genauso wichtig: Bei fremden Personen das „Sie“ verwenden: „Lassen Sie mich in Ruhe!“ Nur so wird anderen klar, dass ich diese Person nicht kenne und unter Umständen Hilfe brauche.

Da wir am Ende noch etwas Zeit hatten, durften wir uns das Polizeiauto noch genau ansehen. Neugierig wurde alles getestet und inspiziert: Die Schutzschilder, die daran montierten Schlagstöcke, die Lichtanzeige, der Innenraum, das Blaulicht und die Lautsprecheranlage.

Am Ende des Projektages freuten sich alle Kinder noch mehr auf den Besuch der Polizeistation Erbach im April und bei dem ein oder anderen änderte sich außerdem der Berufswunsch: Polizist bzw. Polizistin.

Am Abend folgte ein informativer Elternabend. Ein wichtiger Schwerpunkt waren die Gefahren der Medien: Internet, soziale Netzwerke, Messenger. Wie können Eltern ihre Kinder in diesen Bereichen schützen? Zu den Tipps gab es außerdem Informationsmaterial.

Ein großes Dankeschön an Frau Wagner und Herr Ihrig für den spannenden und informativen Tag. Wir haben viel gelernt.