Theaterstück "Geheimsache Igel" an der RvGS

Am 10. November bekamen wir Besuch von einer Theatergruppe aus Offenbach. Das Stück „Geheimsache Igel“ haben sie mitgebracht. Erst bauten sie ihre Bühne und Kulisse auf und zogen sich um und dann durften wir Platz nehmen.

Wurzel und Krümel, zwei Freunde und ein Igel, der gelegentlich als Telefon genutzt wurde, entführten uns in eine bunte fröhliche Welt. Bis auf einmal ein dunkler, seltsamer Mann die Bühne betrat und uns allen mächtig Angst einjagte. Er drängte Krümel in eine unheimliche Kiste zu steigen, war laut und böse und ließ nicht locker. Krümel stieg schließlich in die Kiste und hinterher ging es ihr ganz schlecht, weil sie sich hat überreden lassen und es nicht geschafft hat NEIN zu sagen. Sie konnte gar nicht erzählen, was in der Kiste geschehen ist. Es muss also wirklich schlimm gewesen sein. Sie war ganz traurig und niedergeschlagen und erst ihr Freund Wurzel konnte ihr helfen. Er brachte ihr bei NEIN zu sagen – laut und deutlich. Auch wir haben geübt und am Ende ganz laut NEIN geschrien. Situationen die uns komisch vorkommen oder wenn wir zu etwas gedrängt werden, es aber nicht machen möchten, dann dürfen, können und müssen wir laut NEIN sagen!

Zu diesem Thema werden wir im März noch einen Tag mit der Polizei verbringen und im Sportunterricht wird Herr Ratzel mit uns Selbstverteidigungsübungen machen.

An dieser Stelle möchten wir uns bei der Kinder- und Jugendförderung des Odenwaldkreises für die finanzielle Unterstützung und bei Herrn Hanssmann für die Organisation bedanken.

Adventsbrunch

Am 1. Adventsonntag veranstaltete die RvGS ein gemeinsames Adventsfrühstück. Alle beteiligten sich und brachten etwas für das Buffet mit. So wurde dieses sehr umfangreich und lecker. 70 Personen waren anwesend und ließen es sich schmecken.

Die Kinder hatten mit Frau Thamm eine kleine Vorführung vorbereitet und anschließend machte man es sich bei einem Getränk und netten Gesprächen gemütlich. Schön war es!

 

Vorlesestunde an der RVGS mit Rüdiger Holschuh

Am 17. November 2017 war bundesweiter Vorlesetag. In ganz Deutschland wurde vorgelesen. Auch bei uns an der kleinen RvGS. Wir bekamen Besuch vom Landtagsabgeordneten Rüdiger Holschuh. Er brachte ein Buch mit, dass wir uns vorher extra dafür ausgesucht haben: „Alle nannten ihn Tomate“.

In diesem Buch geht es um einen einsamen Mann mit einer dicken roten Nase, der von allen Tomate genannt wird. Als in der Stadt Verbrechen geschehen, wird er sofort verdächtigt und gejagt ... Vorurteile hat jeder. Aber wie wir damit umgehen macht den entscheidenden Unterschied.

Herr Holschuh erklärte, warum er das Vorlesen und Lesen so wichtig findet: Weil es Spaß macht, man viel lernen kann,  es die Fantasie anregt  und man es sein ganzes Leben brauchen wird.

Bevor Herr Holschuh aber zum Vorlesen kam, mussten wichtige Fragen geklärt werden. So interessierte die Kinder wo er wohnt, wie groß er ist, ob er Haustiere hat und wie die so sind. Bei der Frage wo er zur Schule gegangen ist, stellte ein Schüler fest, dass seine Mutter mit ihm in einer Klasse war. Anschließend machten es sich die Kinder bequem und es ging los. Alle lauschten ganz gespannt der Geschichte. Unterbrochen wurde diese durch das Hupen des Bäckerwagens Riesinger, der jeden Freitag vor dem Schultor hält. Also: Alle raus, Frühstück kaufen! Auch Herr Holschuh wurde mitgenommen – zwei Stück Kuchen kaufte er sich, wie ein Schüler aufmerksam beobachtete.

Wieder zurück im Klassenraum wurde gleich weiter gelesen. Während die Kinder leise ihr Frühstück aßen, las Herr Holschuh das Buch fertig. Viele Kinder waren sehr betroffen vom Schicksal des Mannes, den alle Tomate nannten und bezeichneten die Art wie mit ihm umgegangen wurde als fies. Es wurden alternative Vorgehensweisen gesucht und gefunden.

Leider ging die Zeit viel zu schnell vorbei. Die Kinder der RvGS möchten sich ganz herzlich dafür bedanken, dass sich Herr Holschuh Zeit für sie genommen hat.

Laternenumzug 2017

"Ich geh' mit meiner (eingepackten) Laterne...

...und meine Laterne mit mir", schallte es am Freitagabend, den 10. November in den Straßen von Gammelsbach. Da es den ganzen Tag regnete machten wir nicht nur uns, sondern auch unsere schönen Schaflaternen erst einmal regenfest. Mit Mülltüten um die Laternen, Regenschirm und Liedheft in der Hand ging es also los. Was ein Glück - kurz bevor wir losgingen, hörte es dann doch noch auf zu regnen - prima! Beim Laternenumzug wurden wir nicht nur von unseren Eltern und Geschwistern begleitet, sondern sogar auch von einem Pferd, das ganz brav vorausging. Mit unseren hell leuchtenden Laternen spazierten wir gemütlich durch Gammelsbach und machten kleine Stopps um zu singen. Am Ende kamen wir trocken auf dem Schulhof an, wo wir von einer kleinen Blaskapelle empfangen wurden. Gemeinsam sangen wir noch einmal alle geübten Laternenlieder, bevor wir uns dann in der Schule mit Kinderpunsch aufwärmten und mit Waffeln und Würstchen stärkten. Danke dafür an die engagierte Elternschaft!

Wenn man genau hinsieht: Links unser Sankt Martin auf seinem Pferd.

Singen auf dem großen Platz am Feuerwehrhaus.

Begleitet von den Bläsern vor dem Schulgebäude. So macht Singen Spaß!

Die anschließende Stärkung tat allen gut. Danke an dieser Stelle an alle helfenden Eltern!

Hier nochmal unsere Schaflaternen ohne Tüte. Schön sind sie geworden.

 

Einschulungsfeier 2017

Die kleinste Schule Hessens in Gammelsbach ist ein Schatz, den es zu bewahren gilt

Ihren ersten Schultag wird die kleine Lilly nicht so schnell vergessen. Denn welche ABC-Schützin kann von sich schon behaupten, dass zu ihrer Einschulung der hessische Kultusminister zu Besuch war. Und nicht nur der: In der kleinsten Schule Hessens versammelten sich neben Prof. Alexander Lorz auch der Leiter des Staatlichen Schulamts in Heppenheim, Rainer Kilian, Kreisbeigeordneter Oliver Grobeis und der Landtagsabgeordnete Rüdiger Holschuh (SPD). Sie alle waren sich einig in dem Bestreben, die kleinen Schulen im ländlichen Raum zu erhalten.

Lilly, die einzige Erstklässlerin in ihrem Jahrgang, war durch die Schultüte in Regenbogenfarben mit Eule und dem Schulranzen mit Rehmotiv unschwer auszumachen. Ihre Mitschüler lernte sie bereits am Schnuppertag kennen, sagte Schulleiterin Nina Allmann. Da gefiel es ihr so gut, dass sie gleich noch zum Sportunterricht bleib. Allmann ging auf die vielfältigen Anstrengungen auch unter ihrer Vorgängerin ein, „die kleinste und schönste Schule des Kreises“ zu erhalten. Umso mehr freute es sie, den Kultusminister begrüßen zu dürfen.

In der vergangenen Zeit wurde bereits einiges in die fast 100 Jahre alte Reinhart-van-Gülpen-Schule investiert, erläuterte sie. So erhielt das Gebäude eine neue Küche und einen Laptopwagen. Daneben wurden zahlreiche Ausbesserungen vorgenommen. Mit denen wird es auch weitergehen. So steht eine Erneuerung der Toiletten auf der Agenda. „Wir sind es wert“, betonte Allmann. Die Schülerzahlen seien in den kommenden Jahren stabil, hob sie hervor.

„Die Schule ist eine kleine Oase“, sagte Allmann. Der ländliche Raum werde durch ihre Existenz gestärkt. Viele tragen ihren Worten zufolge zum Gelingen bei. Ein großer Aktivposten ist die sehr engagierte Elternschaft. Die Leiterin bezeichnete die Lehranstalt deshalb auch als „Schatz, den es zu bewahren gilt“. Das Kindermoderatorenteam Melike und Mika, das durch die Feier führte, kündigte danach den Kultusminister an.

„Dieses Aufgebot am ersten Schultag hat nicht jedes Kind“, meinte dieser scherzhaft an Lilly gewandt. Lorz wies darauf hin, dass die zwei kleinsten hessischen Schulen im Odenwaldkreis liegen: neben Gammelsbach noch Sensbachtal. Hinter dem Besuch stehe auch die Botschaft, „dass sich das Land zum Erhalt kleiner Schulen bekennt“.

Lorz betonte wie auch die anderen Redner die Bedeutung dieser Lehranstalten für einen Ort wie Gammelsbach. Der Erhalt funktioniere aber nur mit Unterstützung des Schulträgers. Und der hat sich, wie der Kreisbeigeordnete Oliver Grobeis sagte, diese ebenfalls auf die Fahnen geschrieben. Die Grenze für den Erhalt einer Grundschule sei in Hessen mit 13 ganz niedrig festgesetzt, so Lorz. Das Starterpaket, eigentlich nur für die Erstklässler gedacht, gab es angesichts der weniger Kinder gleich für alle.

Kilian freute sich über die Unterstützung des Landes, die auch dem Schulamt seine Arbeit erleichtere. „Feiert den Tag schön“, meinte er an die Kinder gewandt. Mit Rüdiger Holschuh ist ein ehemaliger Gammelsbacher Grundschüler jetzt Landtagsabgeordneter. „Damals waren wir 19 Erstklässler“, machte dieser den demografischen Wandelt deutlich. Gerade im Grenzgebiet nach Baden-Württemberg sei ein breites Schulangebot wichtig, betonte Holschuh. „Ihr seid in einer tollen Schule“, attestierte er den Kindern.

Für den Schulträger ist es „das Schönste überhaupt“, den Worten der Vorredner zu lauschen. Signalisierten diese doch die vollste Unterstützung für den Standort, meinte Grobeis. Die „Nestwärme“ sei in den kleinen Orten und Schulen wichtig, betonte er. Ihre Schüler zeichneten sich durch eine hohe Sozialkompetenz aus. Auch weiterhin werde man unter dem Slogan „Kurze Wege für kurze Beine“ investieren. Gerade in der neuen Stadt Oberzent mit ihren dann vier Grundschulen sei aufgrund der großen Entfernungen deren Erhalt von Bedeutung.

Reinhart-van-Gülpen-Schule Gammelsbach

  • Umrahmung der Feier mit dem Schulfestlied „Unsere Schule hat keine Segel“, dem Schullied und einem Sommer-Gedicht von drei Zweitklässlern. Zum Abschluss Überreichung eines von den Schülern gestalteten Warhol-Bilds an Prof. Lorz sowie einer Schulbrezel an Lilly und Lorz.
  • Kollegium: Leiterin Nina Allmann und zwei Lehrer mit fünf bzw. sieben Stunden Deputat
  • derzeit 17 Schüler in den Klassen 1 bis 4
  • Fritz Reinhart-van Gülpen war ein Unternehmer, der den Gammelsbachern 1924 ein Schulgebäude „spendiert“ hat. Geboren 1869 in Worms, starb er 1947 in Bensheim.

 

Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 15. August von Thomas Wilken

Ganz viele waren gekommen, um Lilly bei uns willkommen zu heißen. Der Klassenraum war richtig voll!

Das Moderatorenteam Melike und Mika führten sicher durch das Programm.

Zwei Lieder haben wir gesungen: Unseren Schulsong und das Schulfestlied.

Die frischgebackenen 2. Klässler Laya, Leonie und Romy sagten ein Gedicht auf.

Hier nochmal unser Besuch: Prof. Dr. Alexander Lorz, Oliver Grobeis, Rüdiger Holschuh und Rainer Kilian. (von links nach rechts)

Kultusminister Herr Lorz bekam auch eine traditionelle Einschulungsbrezel vom Bäcker Riesinger.

Klassenfoto mit Herr Lorz.

Während sich die Erwachsenen im und um das Gebäude herum unterhielten und etwas tranken und aßen, fragten die Kids die Polizeibeamten aus, die zum Schutz von Herrn Lorz vor dem Schulgelände standen.

Dann warteten wir auf Pfarrer Frohmuth.

Er hat in seiner gewohnten Art einen ganz tollen Einschulungsgottesdienst mit uns gefeiert. Bei den Liedern war voller Körpereinsatz gefragt. Es hat großen Spaß gemacht.

Ab jetzt ist Lilly ein Teil von uns. Wir freuen uns sehr darüber.